Es handelt sich hierbei um eine Übersicht über klinische Studien und nicht um eine einzelne Studie. Die Autoren haben 17 klinische Studien zu MSC bei der Alzheimer-Krankheit ausgewählt und analysiert.
Was genau wurde untersucht?
Die Wissenschaftler verglichen Studien, in denen MSC aus verschiedenen Quellen verwendet wurden: Nabelschnurblut, Nabelschnur, Knochenmark, Fettgewebe und Plazenta. Außerdem wurden verschiedene Verabreichungswege analysiert – in den meisten Studien intravenös, in einigen direkt in die Strukturen/Ventrikel des Gehirns.
Von den 17 Studien lagen veröffentlichte Ergebnisse zur Wirksamkeit nur für einen Teil der Studien vor. Insbesondere wurden die Zellprodukte NEUROSTEM-AD, Lomecel-B und AstroStem untersucht. In den Studien zu Lomecel-B wurden einige positive Anzeichen hinsichtlich der kognitiven Funktionen oder pathophysiologischer Parameter festgestellt, während die Studien zu NEUROSTEM-AD und AstroStem keine statistisch signifikante Wirksamkeit nachweisen konnten.
Die wichtigste Schlussfolgerung der Autoren fällt recht zurückhaltend aus: Der Einsatz von MSC bei Patienten mit Alzheimer-Krankheit erscheint nach den vorliegenden Daten durchführbar und insgesamt sicherheitstechnisch akzeptabel, doch die klinische Wirksamkeit ist bislang nicht endgültig nachgewiesen. Es sind größere und gut kontrollierte Studien erforderlich.
Zeitschrift: Tissue Engineering and Regenerative Medicine
2026; 23(3):343–365
Autoren: Ae-Lee Kim, Byung Hyune Choi, Inbo Han, Soonjo Kwon, Woon Kyu Lee.